Geschichte

Chronik des Blasorchsters der FFw Winkels
(oder: Winkels, das vielleicht musikalischste Dorf des Westerwaldes)

Wir blicken zurück auf das Jahr 1953, als Winkelser Feuerwehrleute den Entschluss fassten, einen eigenen Spielmannszug zu gründen. Unter der Initiative von Wilhelm Georg Becker wurden die Proben in der Schuhmacherwerkstatt des damaligen 1. Feuerwehrvorsitzenden Anton Losacker durchgeführt. Als Tambourmajore fungierten unter anderem Heinz Rehkessel, Heinz-Willi Bernhard und lange Jahre Hermann Hess. Dieser Spielmannzug existiert noch heute und unterstützt das Blasorchester bei der Aufführung des „Großen Zapfenstreiches“.

Die Basisarbeit für unser heutiges Klangbild leistete der Winkelser Dorfpfarrer Josef Giessen, der 1964 den Spielmannszug übernahm und zu einem Blasmusikzug ausbaute. Auch eine Fanfarengruppe wurde integriert. Unter den studierten Händen von Josef Giessen erfuhr das Orchester einen rasanten Aufschwung. Einige seiner Eigenkompositionen wie z.Bsp. der „Winkelser Marsch“ zeugen noch heute von seinem großen musikalischen Engagement für „sein Dorf“ Winkels.

1976 legte Pfarrer Giessen aus Altersgründen den Taktstock nieder. Dem damaligen Obmann des Musikzuges und heutigen Ehrenmitglied Erich Michler ist es vor allem zu verdanken, dass mit Kurt Hampel aus Runkel ein musikalischer Leiter verpflichtet werden konnte, dessen guter Ruf Ihm weit vorauseilte. Kurt Hampel strukturierte den Musikzug zu einem modernen Blasorchester um und investierte viel Zeit in die Ausbildung von jungen Musikern, die noch heute das Grundgerüst unseres Orchesters darstellen.Die Zahl der Auftritte stieg stetig und man verbuchte Erfolge auf verschieden Wertungsspielen. 1987 war es Kurt Hampel aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr möglich sein Dirigentenamt in Winkels weiter auszuüben.

Auch Erich Michler legte die organisatorische Abwicklung in die Hände seines Nachfolgers Klaus Michler, der dieses Amt bis heute ununterbrochen begleitet. Vor seinem Ausscheiden hatte Kurt Hampel noch für seine Nachfolge Sorge getragen und legte dem Orchester seinem langjährigen„Zögling“ Andreas Schwarz ans Herz.

Das diese Verpflichtung für das Orchester ein Glücksfall werden sollte, stellte sich bald heraus. Andreas Schwarz erwarb die höchste musikalische Ausbildung an der Bundesakademie in Trossingen und wurde zum internationalen Wertungsrichter bestellt. Er formte das Blasorchester zu einem der „großen“ in unserem Kreisgebiet. Unter seiner Führung wurde das Orchester um ein Gesangstrio erweitert, es wurde eine Beschallungsanlage angeschafft, sowie E -Bass, und ein Keyboard integriert.

Fortan war man in der Lage die gesamte musikalische Bandbreite von Blasund Tanzmusik bis hin zu Rock- und Poptiteln zu spielen. Dadurch konnten lukrative Auftritte an „Land“ gezogen werden.

Unser Orchester wurde 1993 und 1996 zum größten deutsch–amerikanischen Volksfest der USA nach New Braunfels Texas eingeladen um auf dem dortigen „Wurstfest“ vor einem begeisterten Publikum aufzuspielen.Im August 1998 mussten wir einen großen Schicksalsschlag hinnehmen. Für uns alle unfassbar, verstarb unser Dirigent Andreas schwarz nach kurzer schwerer Krankheit im Alter von 37 Jahren.Es sei hier in dieser Chronik ausdrücklich erwähnt, dass das 10jährige unermüdliche Wirken von Andreas Schwarz sowohl für das Orchester als auch für den Verein unvergessen bleiben wird. Wir werden Ihm allzeit ein ehrendes Andenken bewahren. Nach Wochen der Trauer musste der Blick aber wieder nach vorne gerichtet werden. Vizedirigent Josef Reitz aus Winkels leitete 3 Monate die wöchentlichen Proben.Zum 01.12.1998 konnte man mit Heike Schlicht aus Wetzlar eine ebenso charmante wie musikalisch hoch-qualifizierte Dirigentin verpflichten. Bereits beim traditionellen Jahreskonzert 1999 konnte sich jedermann von der neuen Qualität des Orchesters überzeugen. Zu großen Freude konnte man die Witwe des verstorbenen Dirigenten mit Monika Schwarz als Dirigentin des neu formierten Schülerblasorchesters gewinnen. Mit diesen zwei „Power Frauen“ ist das Blasorchester der FFw Winkels auf dem besten Wege ins neue Jahrtausend und geht mit voller Fahrt auf ein 50jähriges Bestehen zu!Im November 2002 produzierten wir unseren neuen Tonträger "Stunden die man nie vergisst". 11 Titel wurden in Zusammenarbeit mit dem bekannten Tonstudio 80 aus Bad Wörrishofen eingespielt. Im Jahre 2003 haben wir unser 50-jähriges Jubiläum am 29. März mit einem Konzertabend, sowie am Festwochenende vom 11. Juli bis 13. Juli 2003 gebührend gefeiertfeiern.
(c) Blasorchester Winkels 2016 | Impressum | Datenschutz | Facebook